facebook werbung erfahrung

Ich habe 1.000 Euro für Facebook Werbung ausgegeben – Was ich gelernt und verdient habe

Moin. Ich habe 1.000 Euro in Facebook Werbung für ein digitales Produkt gesteckt. In diesem Artikel zeige ich dir ein paar Zahlen, was ich damit verdient habe und was ich daraus gelernt habe.

Der Testaufbau – Ein klassischer Webinarfunnel

Der Versuchaufsbau für dieses kleine Facebook-Experiment war ganz einfach.

Eine einfache Landing-Page, auf der ich ein Webinar beworben habe.

Nach dem Webinar, konnte man das Produkt kaufen, zu einem etwas günstigeren Preis als sonst.

Das Produkt hat 89 Euro gekostet und war eine Art Mini Online-Kurs.

Verkauft habe ich insgesamt 18 Stück mit diesem Versuch, also ca. 1.600 Euro Umsatz, Minus den ca. 1.000 Euro für die Werbung, blieb ein Gewinn von 600 Euro vor Steuern und Gebühren.

In dieser kleinen Fallstudie, gebe ich dir mal 10 Dinge mit auf den Weg, die ich aus diesen 1.000 Euro gelernt habe.

Hinweis: Wenn du mit den Begriffen in diesem Artikel noch nichts anfangen kannst und nicht weißt was ein Webinar, ein Lead, PPC oder Facebook Anzeigen sind, dann lies erstmal mein Buch Online-Business für Einsteiger. Dort erkläre ich ganz einfach alles Schritt für Schritt, von der Idee, zum digitalen Produkt bis zum erfolgreichen Verkauf.

Hinweis: Diese Zahlen dienen als Richtwert. Saisonale Schwankungen, Zielgruppe, etc. beeinflussen diese Werte und 1.000 Euro ist jetzt auch nicht so viel. Aber sie vermitteln dir hoffentlich eine grobe Richtung.

Wie viele zielgerichtete Besucher, erreicht man mit 1.000 Euro Facebook-Werbung?

Das ist völlig unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Zielgruppe ab.

Ich fing zunächst mit Reichweiten Anzeigen an, da waren es ca. 30 Cent pro Besucher aber die Conversion Rate lag bei ca. 5% Anmeldungen für mein Webinar.

Eine Webinar Anmeldung hätte mich also effektiv ca. 6 Euro gekostet.

Im Laufe des Tests wechselte ich auf Facebook Conversion Ads. Die Danke-Seite für die Webinar Anmeldung habe ich als Conversion Ziel hinterlegt.

Mein Tipp:
Wenn du bereits Reichweite / Verkäufe hast, erstelle eine Lookalike Audience dieser Käufer und setze auch den Kauf als Conversion Ziel und nicht die Webinar Anmeldung.

Da es sich um ein neues Produkt handelte, fing ich bei 0 an. Auf diese Weise kostete mich eine Webinar Anmeldung ca. 4 Euro.

Hinweis: Weitere Tests für andere PPC Plattformen wie Pinterest und Native laufen aktuell und die Ergebnisse teile ich dann mit euch vielleicht auch mal 😀 Ich werde dieses transparente Format, wo ich Dinge für euch ausprobiere, auf jeden Fall für alle Mitglieder der Online-Business Akademie fortsetzen 🙂

Aber zu den Ergebnissen:

Über Facebook-Ads konnte ich 192 Anmeldungen für das Webinar generieren für die 1.000 Euro.

Die Zielgruppenauswahl ist bei sowas entscheidend.

Mobiler Traffic vs. Desktop – Wer kauft?

Ca. 60% der Besucher kamen über Smartphones und davon der Großteil iPhones.

Ca. 30% der Besucher kamen über den Desktop.

Die anderen 10% waren Tablets, Phablets und einige kamen sogar über einen TV.

Das Interessante ist, 100% der Käufer kamen über den Desktop.

Was ich daraus gelernt habe:

Für Aufmerksamkeitskampagnen, Reichweiten- oder Bekanntheitsaufbau mag das ganze mobile Zeugs gut sein, aber im Verkauf, dominiert ganz klar der Desktop.

Das heißt, ich könnte Artikel, Podcasts oder Videos von mir bewerben an alle Geräte.
Aber Verkaufsanzeigen für Produkte die teurer sind als ca. 50 Euro und auch das Retargeting vom Bestellformular sollte ggf. nur noch an Desktopnutzer ausgespielt werden.

Alternativ: Nur an Nutzer die über WLAN online sind und sich somit zu Hause befinden. Wer grad im Fahrstuhl oder an der Kasse schnell Instagram checkt, wird nur selten irgendwas kaufen.

Platzierung der Anzeigen und Anzeigenformate

Bei dem begrenzten Budget, konnte ich nicht alle Anzeigenformate und Platzierungen testen aber das kommt im nächsten Schritt. Erstmal habe ich mich auf 2 Kampagnen für den Test beschränkt mit jeweils 4 Anzeigen.

So konnte ich 2 Zielgruppen testen und jeweils verschiedene Grafiken.

Was ich daraus gelernt habe:

Auf Facebook funktionieren Bilder bei mir besser.

Auf Instagram sind es Videos die entsprechend angepasst sind.

Mein Tipp: Kampagnen auf die jeweilige Anzeigenplattform anpassen, auch wenn Facebook anbietet, auf allen Plattformen und Formaten auszuspielen. Aber die besten Ergebnisse erhältst du, wenn du Anzeigen manuell platzierst.

Noch ein Tipp: Teste verschiedene Zielgruppen und Anzeigen. Ich mache meist eine Kampagne pro Zielgruppe und lege das Budget dann für die gesamte Kampagne fest und teste dann je nach Budget mindestens 4 Anzeigen pro Kampagne.

Anzeigen Bilder – Stockfotos vs. persönliche Bilder

Hier waren die Ergebnisse eindeutig.

Die persönlichen Bilder, auf denen Menschen zu sehen waren (meist ich ;)) funktionierten deutlich besser.

Interaktion viel höher, Klickpreise niedriger, etc.

Mit welchem Budget sollte man anfangen bei Facebook-Werbung?

Ich würde mindestens 5 Euro pro Tag nehmen, sonst dauert es zu lange mit den Ergebnissen. Besser ist noch wenn du zumindest die ersten 5-7 Tage ein höheres Budget nimmst.

Dann sieht der Facebook-Algorithmus schneller Ergebnisse und kann dementsprechend auch schneller optimieren. Du kannst das Budget dann ggf. später noch reduzieren …

Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis der Preis konstanter wurde. Dies hängt mit den Facebook Qualitätsbewertungsfaktoren zusammen.

Gute Anzeige -> Der Preis pro Klick / Conversion geht runter, Weniger gute Anzeige -> Der Preis steigt.

Mobiler Traffic vs. Desktop – Aufmerksamkeitsspanne

Meine Landing-Page hatte ca. 1.500 Wörter. Relativ viel, mit Rezensionen, Referenzen, Inhalten, etc.

Mit einem Tool namens CrazyEgg konnte ich messen, wer wie weit scrollt, wer wo klickt und welche Inhalte betrachtet werden. Aus Datenschutzgründen rate ich aktuell aber eher zu Matomo, das kann diese Dinge auch.

Die Desktopnutzer scrollten meist bis fast nach ganz unten und sahen sich 80% der Seite an.

Die Mobilen Nutzer scrollten nur ca. 25% und klickten dann aber genauso oft auf den Button für die Anmeldung.

Ich werde in Zukunft also besonders für mobile Nutzer deutlich einfachere Landing-Pages erstellen mit nur einem Button und einem sehr knappen Mehrwert ohne groß scrollen zu müssen.

Außerdem teile ich in Zukunft meine Kampagnen dementsprechend auf mobile / Desktopnutzer auf, um das gezielter die Leute ansprechen zu können.

Das lässt sich natürlich auch leicht über Elementor / WordPress lösen, dass man ein und dieselbe Landing-Page hat, aber den Desktop Nutzern mehr Inhalte anzeigt, aber das erhöht unnötig die Ladezeit.

Niemand hat sich für den Footer der Webseite interessiert. Aber da stand auch nichts spannendes.

Wie wichtig sind Referenzen / Testimonials auf der Seite?

Nur ca. 10 % der Besucher, haben sich diese angesehen!

Anscheinend etwas überbewertet. Wobei es hier auch nicht um den Kauf ging, sondern nur die Anmeldung.

Interaktionen sind wichtig

Bei den Reichweiten Ads waren Interaktionen das beste Mittel, um die Kosten zu reduzieren.

Bei zwei weitestgehend identischen Stockfoto Anzeigen hatte die eine ca. 16 Kommentare und die andere nur einen. Die häufiger kommentierte Anzeige, war günstiger in der Ausspielung.

Du kannst die kommentierte anzeige auch später dann an einer anderen Zielgruppe testen und die Interaktionen bleiben auch erhalten, wenn du an der Kampagne Anpassungen vornimmst.

Tipp:
Versuche Interaktionen für deinen Anzeigen zu erhalten. Und wenn du nur einen Rechtschreibfehler in die Überschrift setzt… das gibt immer ein paar Kluge Leute die dich darauf hinweisen müssen 😀

Ein kleiner Klick weniger, macht manchmal den Unterschied

Ich hatte ein Standard Double Opt-In Verfahren, wie es wohl die meisten einsetzen, anfangs auch.

Also Landing-Page -> Dann die Seite, wo auf die E-Mail Bestätigung hingewiesen wird -> dann die Danke für den Eintrag Seite.

Und per E-Mail ging dann der Link zum Webinar raus.

Ca. 5% der Leute trugen sich ein, aber klickten nie auf den Link zum Webinar. Komisch dachte ich mir, aber habe dann einfach eine automatische Weiterleitung der Danke-Eintrags Seite auf das Webinarvideo gesetzt.

Das kannst du ganz einfach, indem du mit einem HTML Metatag arbeitest:

Beispiel:

<meta http-equiv=”refresh” content=”3;url=https://onlinebusinessakademie.net” />

Dieser Code als HTML eingefügt, leitet den Nutzer nach 3 Sekunden auf die Startseite der Online-Business Akademie weiter.

So sparen die Nutzer ein Klick und es hat meine Conversion-Rate ein bisschen erhöht 🙂

Tipp: Mach deinen Verkaufsprozess / Funnel so einfach wie möglich.

Ein kleiner Klick mehr, macht manchmal auch den Unterschied

Ich hatte zuerst auf der Landing-Page für das Webinar ein normales E-Mail Eintragsformular, wie es auch viele Anbieter wie Webinaris standardmäßig anbieten. Man konnte den Termin wählen, seine E-Mail und seinen Namen eintragen und dann auf “Jetzt anmelden klicken”.

Ich habe dieses Verfahren ausgetauscht und dann eine Variante benutzt, wo ich einfach nur einen Button hatte, “Jetzt Webinar ansehen” ohne E-Mail Eintrag.

Nachdem man auf diesen geklickt hat, kam erst ein Popup, auf dem ich die Anmeldedaten abgefragt habe.

Diese kleine Änderung, hat meine Conversion-Rate ebenfalls erhöht. Hier spricht man auch von Mikro-Commitments.

Die E-Mail einzutragen und zu riskieren, dass man wieder unnötig viel Spam bekommt, ist ein relativ großes Commitment. Aber ein Button zu klicken das ist keine große Sache.

Aber mit diesem ersten Klick, hat der Nutzer bereits den ersten Schritt gemacht und dann fällt es leichter, auch den zweiten zu machen, seine Daten einzutragen.

Ich nutze dafür das WordPress-Plugin Popup anything on click ( https://wordpress.org/plugins/popup-anything-on-click/ ).

Tipp: Nutze Mikro Commitments auf deiner Seite. Kleine Dinge, die wenig Aufwand erfordern.

Fazit

Ich konnte aus diesem Experiment 600 Euro mitnehmen und du hoffentlich ein paar wertvolle Tipps.

Wenn du noch mehr Tipps willst, sieh dir mal das Daily Online-Business an, da habe ich meine besten 365 Tipps aus über 10 Jahren Online-Business zusammengefasst.

Du erhältst täglich eine E-Mail mit einem kleinen Tipp, den du sofort umsetzen kannst. Du wirst überrascht sein, mit wie wenig Aufwand du so in einem Jahr dein Business auf ein ganz neues Level bringst.

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Ich werde mal weiter experimentieren…. 😀

Bis bald.

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