Pay Per Click (PPC)

Pay Per Click (PPC) ist eine Werbemöglichkeit im Internet. Du kannst entweder Werbung schalten (z.B. auf eine Landing Page) oder als Webseiten-Besitzer anderen die Möglichkeit geben auf deiner Webseite beispielsweise Banner einzufügen. Die Vermittlung erfolgt über PPC-Anbieter, weiter unten findest du einige Anbieter.

Der große Vorteil ist, dass du nur zahlst wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Es ist davon auszugehen dass derjenige damit auch Interesse und eine gewisse Kaufbereitschaft mitbringt.

Für die Effektivität deiner Werbeanzeige ist es wichtig, dass du dir eine passende Zielgruppe aussuchst.

Über Google Ads (früher Google Adwords) suchst du dir beispielsweise passende Keywords aus, dessen Suchintention (Was will der User erreichen?) zu deinem Angebot passen.

Bei PPC-Werbung über fremde Webseiten, sollten die Besucher zu deiner Zielgruppe passen. Wenn du Abnehmkurse verkaufst, könnte ein Fitness-Portal grundsätzlich eine passende Webseite als Werbepartner sein. Wenn die meisten Besucher aber über Keywords zum Thema Muskelmasse aufbauen (also eher Zunehmen) kommen, wird sich ein Großteil der Nutzer wahrscheinlich nicht für dein Angebot interessieren.

Um das abzuschätzen, gib die Webseiten-Adresse (Domain) in das kostenlose ubersuggest Tool ein. Du siehst nun für welche Keywords die Webseite am meisten Traffic bekommt und kannst abschätzen, ob die Suchintention dieser Keywords zu deinem Angebot passen.

Pay Per Click Definition

Pay per Click (deutsch: Zahlung pro Klick) ist eine Werbemöglichkeit im Internet mit der Traffic auf Webseiten geschickt wird. Der Advertiser/Werbende bezahlt den Publisher für jeden Klick auf die Anzeige.

PPC-Werbung schalten – Für wen ist PPC-Werbung geeignet?

Hast du eine Webseite? Ist diese Webseite monetarisiert? Wenn ja, hilft dir ein höherer Traffic wahrscheinlich deinen Umsatz zu steigern. Ob auch der Gewinn höher liegt, findest du heraus, indem du die Ausgaben für die PPC-Werbung von der Umsatzsteigerung abziehst.

Ein zweiter Anwendungsfall ist das Testen. Du hast eine Webseite fertig aber kaum Traffic? Google braucht eine Weile um deine neuen Inhalte in den organischen Suchergebnissen anzuzeigen, mitunter bis zu 2- 3 Monate.

Erst mit einem gewissen Besucherstrom beziehungsweise “Grundrauschen” auf deiner Webseite kannst du messen, ob deine Idee funktioniert. Um diesen Prozess abzukürzen, kannst du PPC-Werbung auf deine Webseite (Startseite oder Landing Page) schalten und das Ergebnis/die Reaktion zu messen. Dazu solltest du deine Webseite unbedingt bei der Google Search Console und Google Analytics einrichten. Beides ist kostenlos und gibt dir wichtige Kennzahlen für das Besucherverhalten.

Pay Per Click Anbieter / Partnerprogramme

Für Werbetreibende

Als Werbetreibender ist die Auswahl an PPC-Anbietern groß. Du kannst ein und dieselbe Landing Page beispielsweise über Google Ads, Facebook oder Pinterest über PPC bewerben. Bei Google und Pinterest gehst du auf bestimmte Keywords, nach denen User suchen, denn beides sind Suchmaschinen. Facebook ist wiederum ein soziales Netzwerk bei dem du anhand von Interessen (z.B. Finanzen) eine Zielgruppe definierst, die deine Werbung zu sehen bekommt.

Wenn du eigene Produkte auf Amazon hast, kannst du auch dort PPC-Werbung schalten. Hier kannst du nicht nur auf bestimmte Keywords gehen, sondern auch bei bestimmten Produktseiten deiner Konkurrenz angezeigt werden.

Wenn du Werbe-Banner auf fremden Webseiten einblenden möchtest, kannst du das ebenfalls über Google Ads einrichten oder dich über alternative Anbieter wie Plista oder AdHitz (bisher nur für englische Werbeanzeigen) als Advertiser anmelden.

Für Publisher

Wenn du auf der anderen Seite stehst und mit Werbeplatzierungen über deine Webseite, Youtubekanal Geld verdienen möchtest, meldest du dich als Publisher beim Pay-Per-Click-Anbieter Google Adsense oder den Google Adsense Alternativen wie Plista oder AdHitz an.
Dort kannst du einstellen in welcher Größe und Design Text- und Displayanzeigen auf deiner Webseite eingebunden werden.

Wenn du Youtuber bist, kannst du anderen Kanälen die Möglichkeit geben, einen Werbeblock bei einem deiner Videos einzubinden. Weil Youtube zu Google gehört, kannst du das ebenfalls über Google Adsense einrichten.

Wissenswertes: Pay Per Click und verwandte Begriffe

Pay Per Click vs Cost Per Click

Pay Per Click und Cost Per Click sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Pay Per Click bezeichnet das Werbeverfahren an sich, während Cost Per Click eine Performance-Kennzahl ist.

Wenn du wissen willst ob du mit deiner PPC-Kampagne profitabel bist, musst du deine durchschnittlichen Einnahmen pro Klick mit den Cost Per Click gegenrechnen.

Beispiel:
Über eine Google-Ads-Kampagne (PPC) kommen 100 Leute auf deine Landing Page. 2 davon kaufen dein Produkt für 10 Euro. Der Gesamtumsatz durch diese Kampagen beträgt 20 Euro und der durchschnittlicher Umsatz pro Klick:
20 Euro/100 Klicks bzw. Besucher = 0,2 Euro/Klick
Dein Cost Per Click muss also kleiner als 0,2 Euro sein, damit du Gewinn machst.

Pay Per Click vs Pay Per Impression

Beim Pay per Impression, auch Cost-Per-Impression oder Pay Per View oder genannt, zahlt der Werbetreibende nicht pro Klick sondern pro Aufruf eines Werbebanners zum Beispiel auf einer fremden Webseite.

Nehmen wir also an du verkaufst Fahrräder und schaltest Banner-Werbung auf einem Fitness-Portal. Die Webseite hat 10.000 Besucher im Monat. 500 Leute klicken auf deine Werbeanzeige.

Bei Pay-Per-Click-Werbung zahlst du nun einen Betrag X für jeden der 500 Besucher, die geklickt haben. Bei Pay-Per-Impression zahlst du einen Betrag Y für die 10.000 Besucher, unter der Annahme dass diese deine Anzeige gesehen haben bzw. diese auf den entsprechenden Unterseiten angezeigt wurde.

Lohnt sich Pay-Per-Impression?

Der Nachteil von Pay-Per-Impression liegt darin, dass hohe Kosten ohne direkten Nutzen entstehen können. Denn theoretisch könnte auch keiner der 10.000 Besucher auf deine Anzeige klicken und du zahlst trotzdem Geld.

Es gibt aber auch Fälle in denen sich Pay-Per-Impression trotzdem lohnen kann. Nämlich dann wenn der Inhalt oder die Werbebotschaft für die Besucher mit hoher Wahrscheinlichkeit interessant ist, auch wenn diese nicht direkt klicken oder kaufen.

Berücksichtigt man die Customer Journey wird klar, dass es sinnvoll sein kann eine Werbekampagne auf Reichweite, Bekanntheit und Vertrauensaufbau auszurichten anstatt den direkten Verkauf.

Pay Per Click vs Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Besonders beim Pay-Per-Click über Google Ads liegt der Vergleich mit der Suchmaschinenoptimierung nahe.

Beim Pay Per Click zahlst du Google dafür, dass du für bestimmte Keywords eine Top-Platzierung erreichst. Wenn du allerdings deine Seite und die Inhalte für die Suchmaschine Google optimierst, kannst du auch organisch für diese Keywords sehr hoch ranken.

Hier gilt es die Kosten und den Aufwand der Suchmaschinenoptimierung mit den Kosten für Pay-Per-Click-Kampagnen abzuwägen. Langfristig gesehen ist die Suchmaschinenoptimierung für die meisten Fälle die clevere und günstigere Wahl. Du hast zwar höhere Einmalkosten aber anschließend erhältst du völlig passiv über Google zielgerichteten Traffic und hast keine aktiven Werbekosten.

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